Terminkalender
„De Worphüser“ leest „Ottjen Alldag“ nach Georg Droste – Een Jungensleben an’n Osterdiek.“
Die Lesung widmet sich dem Bremer plattdeutschen Schriftsteller Georg Droste (1866–1935) und seiner bekannten Figur Ottjen Alldag. Droste wuchs in einfachen Verhältnissen am Bremer Osterdeich auf. Nach einer Erkrankung erblindete er bereits 1886. Dennoch entwickelte er sich zu einem erfolgreichen plattdeutschen Erzähler und Schriftsteller. Ab 1913 erschienen die „Ottjen-Alldag“-Bücher, die in vielfacher Hinsicht von Drostes eigener Lebensgeschichte geprägt sind.
Im Mittelpunkt der Aufführung steht Ottjen Alldag, ein aufgeweckter und keineswegs alltäglicher Junge vom Osterdeich. Schon sein erster Schultag beginnt turbulent. In weiteren Szenen sorgt Ottjen mit seinen Streichen immer wieder für Aufregung: Erst wird er mit Waschblau über und über blau, anschließend sorgt ein Missverständnis mit schwarzem Teer für den nächsten Schreck. Schließlich kommt es zu einem dramatischen Zwischenfall an der Weser, bei dem Ottjen ins Wasser fällt und gerettet werden muss.
Bei aller Komik zeigt die Geschichte aber auch eine warmherzige Seite. Ottjen ist kein böser Junge, sondern ein neugieriges Kind, dem seine Abenteuer einfach passieren. Besonders die Beziehung zu dem zunächst mürrisch wirkenden Nachbarn Knipperdolling wird zu einem wichtigen Bestandteil der Geschichte. Als Ottjen in der Weser verunglückt, setzt Knipperdolling alles daran, ihn zu retten. Am Ende geht das große Abenteuer glücklich aus.
„De Worphüser eV.“ bringen die Geschichte mit mehreren Mitwirkenden auf die Bühne. In den Rollen sind unter anderem Lena Löffler als Ottjen Alldag, Christa Kuttler als seine Mutter Antjen, Jörn Meyer-Melloh als Vater Hinnerich, Helga Klutentreter als Oma Ahleit, Heike Brüning als Nachbarin Adda Pußmeier und Erwin Bornemann als Nachbar Dierk Rosenbohm zu sehen. Die Erzählerrolle übernimmt Detlef Tietjen, Klaus Meyer spielt Georg Droste.
Der Eintritt zur Lesung beträgt 10 Euro und ist an der Abendkasse erhältlich.





